Endlich erholsam Schlafen

Schlafen klingt so einfach: Ins Bett legen, Augen schließen und einschlafen. Warum passiert es dann, dass wir oft stundenlang wach im Bett liegen? Verantwortlich für den Mechanismus des Einschlafens ist ein kompliziertes Zusammenspiel unterschiedlicher Nervenbotenstoffe (Neurotransmitter). Aktivierende Neurotransmitter müssen gehemmt, und beruhigende Neurotransmitter müssen vermehrt gebildet und ausgeschüttet werden. Eine erhöhte Konzentration von anregenden Neurotransmittern (vor allem durch bewegende Erlebnisse untertags) erschwert das Einschlafen. Fördert man die Bildung beruhigender Nervenbotenstoffe durch Nährstoffe und Pflanzenstoffe, so kann die Einschlafzeit verkürzt werden.

Zusätzlich wird im Zuge der Schlafregulation aus Serotonin – ebenfalls einem Neurotransmitter – im Gehirn das schlaffördernde Hormon Melatonin gebildet. Die Bildung und Ausschüttung von Melatonin ist abhängig von Dunkelheit: Das Auge ist mit der Gehirnregion, in der Melatonin gebildet wird, verbunden. Erst wenn Sensoren in der Netzhaut melden, dass es dunkel wird, wird die Melatoninsynthese angeregt. Hierbei wurde auch ein 12 Stunden Rhythmus festgestellt.
Altersbedingt, aber auch bei Personen, die abends blauem Licht (Fernseher, Computer) ausgesetzt sind, bei Schichtarbeitern und bei Fernreisenden (Jetlag) ist die Melatoninbildung eingeschränkt. Dadurch kommt es zu einer Verlängerung der Einschlafzeit. Durch Einnahme von Melatonin, das über die Schleimhaut besonders schnell in den Blutkreislauf gelangt, kann die körpereigene Melatoninmenge erhöht werden und somit die Einschlafzeit verkürzt werden.

Nicht zuletzt aber ist die körpereigene Melatonin-Bildung auch abhängig von unserer Ausstattung mit bestimmten Mikronährstoffen. Ist auch nur einer dieser Mikronährstoffe in den Körperspeichern unterrepräsentiert, ist auch die Melatonin-Synthese eingeschränkt.

Will man mit Melatonin seinen Schlaf optimieren, muss man jedoch auf einiges bei der Nahrungsergänzung achten. Neben der sublingualen Darreichungsform müssen spezielle Cofaktoren mit im Produkt integriert sein, damit keine Toleranz oder Abhängigkeit entsteht und Sie von der Wirkung im vollen Umfang profitieren können.

Wer hier im Dschungel der Einschlaf- und Durchschlafhilfen ein wenig verloren ist und sich bei diesem heiklen Thema gerne fachlichen Rat einholen möchte, kann mir sehr gerne eine persönliche Mail schreiben: mm@adamer.eu oder magdalena-maria@adamer.eu!

NATUeRlich gegen Übergewicht!

Adiponectin ist ein Signalstoff, der aus Fettzellen freigesetzt wird und invers korreliert mit dem Aufkommen an Übergewicht und dessen metabolischen Folgen für unsere Gesundheit. Maßnahmen wie Gewichtsreduktion und Kalorienrestriktion heben den Adiponectinspiegel im Körper und führen zu verbesserter Insulinsensibilität. Aus diesem Grund ist Adiponectin ein vielversprechender therapeutischer Angriffspunkt bei der Entwicklung neuartiger Arzneien gegen Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus, dem Metabolischen Syndrom und der stetig steigenden Zahl an Übergewichtigen in der Bevölkerung.

Berberin, ein Pflanzenstoff, der in der Berberitze vorkommt und aus dieser gewonnen wird, gehört zu den Alkaloiden. Schon seit sehr langer Zeit wird er wissenschaftlich untersucht und glänzt durch seine entzündungshemmende, antivirale und antioxidative Wirkung.

Neueste Studien demonstrieren aber vor allem den positiven Effekt von Berberin auf den Blutzuckerstoffwechsel. Es aktiviert ein Schlüsselenzym der Energiegewinnung und erhöht dadurch die Insulinsensibilität signifikant. Weiters wird auf diesem Weg auch die Cholesterinsynthese beeinflusst, wodurch es zum Abfall erhöhter Blutfettwerte kommt.

In einer Zeit, in der Übergewicht, Fettleber und Diabetes zu den Volkskrankheiten zählen und das Gesundheitssystem enorm belasten, erscheint dieser Pflanzenstoff als wertvolles Ergänzungsmittel, das schwerwiegende Folgeerkrankungen eindämmen kann.

Die Natur hat uns so viele wertvolle Pflanzenstoffe geschenkt, die uns und unserer Gesundheit dienlich sein können. Es ist an der Zeit sie zu nutzen und nicht auszubeuten.

Schlank und fit ohne Verzicht

Ich berate individuell, bedarfsorientiert, lückenlos und mit viel Erfahrung.

Schreib mir einfach eine Mail und ich kann dir zeigen, wie du fit, schlank und vital wirst ohne auf leckeres Essen zu verzichten.

Magnesium

Weshalb Krämpfe und Müdigkeit trotz Magnesiumeinnahme häufig nicht verschwinden wollen

Wenn Krämpfe, Abgeschlagenheit, Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck und Müdigkeit plagen, dann liegt das häufig an einem Magnesiummangel. Sehr viele Menschen sind davon betroffen und wissen es oft nicht. Geht man zum Arzt, so wird meist ein herkömmliches Blutbild gemacht, welches wenig aussagekräftig ist, da hierfür vor allem Serum verwendet wird. Magnesium muss aber immer im Vollblut gemessen werden, damit wir uns ein tatsächliches Bild über die Magnesiumversorgung machen können.

Außerdem muss man beachten, dass unsere Magnesiumspeicher (Knochen) so lange geplündert werden, bis diese auch schon schwinden und bröckeln. Warum ist das so?

Der Körper ist ein „Überlebenstier“ und möchte um jeden Preis die guten Elektrolyte und Basenstoffe wie Magnesium im Blutkreislauf wissen. Daher werden die Sparbücher, unsere Knochen so lange abgebaut, bis auch die in ihrer Festigkeit und Funktion zu sehr gelitten haben. Erst dann stellen wir den Mangel fest. Viel früher merken wir ihn aber an Müdigkeit, Abgeschlagenheit, schlechter Stimmung oder Verdauungsproblemen. Häufig kann man auch Bluthochdruck mit dem natürlichen Blutdruckmittel: Magnesium senken.

Für eine erfolgreiche Nährstofftherapie muss man aber einiges wissen:

Generell gilt für orale Magnesium-Präparate, dass die Resorptionsrate mit steigender Einzeldosierung abnimmt. Höre Dosierungen können (aufgrund einer forcierten Wasseransammlung im Darm) zu Durchfall führen. Da der Körper über keine organischen Kalium-Speicher verfügt, führen länger dauernde Magnesium-Unterversorgungen häufig auch zu Kalium-Verlusten. Daher sind Magnesium-Defizite häufig auch von Kalium-Mängeln begleitet, wobei sich die Mangelsymptome aufgrund der agonistischen Wechselwirkungen der beiden Mineralstoffe meist decken. Magnesium sollte daher nie ohne gleichzeitige Gabe von Kalium eingenommen werden.

Wer wissen möchte, welche Verbindungen am besten verträglich sind und welche Produkte am Markt halten, was sie versprechen, kann sich gerne bei mir melden. Ebenso berate ich gerne bedarfsorientiert, individuell und sorge dafür, dass ihr lückenlos mit allen Power-Nährstoffen für mehr Lebensqualität versorgt seid.

Warum du auf Overnight Oats nicht verzichten solltest!

Haferflocken sind schmackhaft, günstig und wahre Nährstoffbomben. Sie enthalten viele Mineralstoffe und Spurenelemente wie Eisen und Zink. Doch um die gesunden Vorteile zu genießen, kommt es auch auf die richtige Zubereitung an. Getreide wie Hafer enthält „Antinährstoffe“ wie die sogenannte Phytinsäure. Sie bindet wertvolle Nährstoffe und macht sie für den Menschen zum größten Teil unverwertbar. Abends zubereitet und morgens genossen, können die Power-Flocken jedoch ihr gesamtes Nährstoffpotential ausschöpfen

Noch dazu ist diese Zubereitung sehr praktisch. Abends weicht man Hafer und andere Saaten in Wasser oder Milch ein und kann sie morgens stressfrei ohne Kochprozess genießen oder in die Arbeit mitnehmen.

Heute weiß man: Würden wir mehr Hafer essen, wären viele Menschen gesünder. Amaranth und Quinoa ist im Trend, dabei würde der heimische Hafer ebenso das Prädikat „Superfood“ verdienen. In 100 Gramm Haferflocken stecken neben Pflanzen-Eiweiß auch 5,8 mg Eisen, 130 mg Magnesium und 4,3 mg Zink und auch die übrigen Vertreter der B-Vitamine liegen reichlich vor.

Besonders herauszuheben sind die B-Glucane, die im Hafer zu finden sind. Sie zählen zu den Ballaststoffen und haben immunmodulatorische Wirkung. Sie trainieren unser Immunsystem, verbessern unsere Verdauung und können Blutfette senken. Außerdem sorgen Haferflocken für die Blutzucker-Balance und wirken reizmildernd auf den Magen. Herauszustreichen ist weiters, dass beim mikrobiellen Abbau des Korns im Darm entzündungshemmende Butyrate entstehen, die den Darm pflegen und Reizdarmsymptome lindern können.

Das Gute liegt mal wieder so nah und heimisch. Wir müssen nur die Augen offen halten und bewusst unsere Nahrung zubereiten und verspeisen. Gesund muss nicht immer teuer sein – so geht’s:

  • 50g Haferflocken mit 150 ml Wasser, Naturjoghurt, Planzen- oder Bio-Kuhmilch, sowie 100 g Obst (z. B. Blaubeeren, Apfel oder Banane) vermischen.
  • Nach Belieben mit 1 EL gehackten Nüssen oder Samen verfeinern.
  • In ein Rex- oder Marmeladenglas über Nacht in den Kühlschrank stellen, morgens mit z.B. Zimt, Tonka, Honig oder Vanille verfeinern und genießen.  

Der gesunde Schlaf

Deine Tipps von der Expertin – Teil 1

Die zielorientierte Ernährung ist eines der wirkungsvollsten Werkzeuge der Schlafmodulation. Wer vor dem Zubettgehen die richtigen Lebensmittel konsumiert, kann seine Schlafqualität effektiv verbessern.

Essen Sie abends Kohlenhydrate

Ja, Sie haben richtig gehört! Kohlenhydrate abends genossen, fördern den Schlaf. Häufig kommt es nachts zu hypoglykämischen Episoden oder einem Melatoninmangelsyndrom aufgrund einer zu geringen Serotoninverfügbarkeit. Dem kann mittels abendlichem „Refeed“ von 100-200g komplexen Kohlenhydraten sehr effektiv entgegengewirkt werden.

Die gängige Meinung abends auf den Konsum von Kohlenhydraten oder gar einer ganzen Mahlzeit zu verzichten, geht eindeutig auf Kosten des Schlafes. Damit unser Gehirn funktioniert, benötigt es Glukose und Sauerstoff. Folglich wird uns vom Organismus bei vorliegenden Minderversorgung mit Nährstoffen oder Kohlenhydraten mitten in der Nacht signalisiert, auf Futtersuche gehen zu müssen. Nicht selten ist das der Grund, weshalb viele unter uns an gravierenden Schlafproblemen leiden.

Omega 3-Fettsäuren und Vitamin D

Genießt man abends fetten Fisch, der reich an Omega 3-Fettsäuren und Vitamin D ist, so wird dadurch die Serotoninproduktion angeregt, was die Schlafqualität nachweislich positiv beeinflussen kann.

Freche Früchtchen

Studienbelegt ist auch die schlaffördernde Wirkung von Früchten, wenn diese mit dem Abendessen verzehrt werden. Das ist auf deren Gehalt an Fruktose und Ballaststoffe zurückzuführen, die einen langsamen und stabilen Blutzuckeranstieg bedingen und uns folglich vor einer Hypoglykämie im Schlaf bewahren. Besonders herauszuheben sind dabei Sauerkirschen und Kiwis. Wie zahlreiche Studienergebnisse zeigen, kurbeln diese Früchtchen die Melatonin-Produktion an und eignen sich somit hervorragend als abendliche Nachspeise oder Snack.  

Protein ist Leben

Die Bezeichnung Protein geht zurück auf das griechische Wort „protos“, was so viel bedeutet wie „der Erste“. Der Name besagt schon wie essentiell Proteine für unseren Organismus sind. Aus ihnen setzt sich nicht nur unsere DNA zusammen, sondern auch mehr als die Hälfte des Trockengewichts jeder einzelnen Zellorganelle macht Eiweiß aus. Eine adäquate Proteinaufnahme kann dabei helfen die Schlafqualität signifikant zu verbessern. Wer an Schlafstörungen leidet oder seinen Schlaf aufgrund gesundheitspräventiver Maßnahmen optimieren möchte, sollte auf eine Zufuhr von etwa 1 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht täglich achten.

Beispiel

Ein optimales Abendmahl für den gesunden Schlaf besteht aus einem in viel Kokosöl gebratenen, heimischen Welsfilet, begleitet von ballaststoffreichem Gemüse und etwas basenreicher Kartoffeln. So „boostest“ Sie Ihren Serotoninspiegel. Wem das zu aufwendig erscheint, der kann es auch mit einem Sleephacker-Dessert aus Kokosöl, Mandelbutter, Topfen, Meersalz und Honig probieren. Für die Perfektionisten unter Ihnen empfehle ich noch die Zugabe von Sauerkirschen oder 2 frischen Kiwis.

Allergie – die Pollensaison steht vor der Tür

Eine typische allergische Reaktion, wie sie die meisten von uns kennen, zählt man zum Typ-1, dem Soforttyp. Nach der Sensibilisierungsphase, dem Erstkontakt mit einem Antigen, der meist unbemerkt bleibt, schütten T-Lymphozyten bei neuerlichem Kontakt mit dem Allergieauslöser Entzündungsmediatoren aus. Diese veranlassen wiederum B-Lymphozyten, IgE-Antikörper zu produzieren und in der sogenannten Effektorphase Mastzellen zur Histaminausschüttung zu bewegen. Der resultierende Histaminspiegel im Blut ist am Ende verantwortlich für die Symptomatik.  Zu den häufigsten Beschwerden zählen Juckreiz, Schnupfen, Bindehautentzündung und Asthma.

Klima im Wandel

In den letzten Jahren sehen wir uns mit einer erhöhten Allergenexposition konfrontiert. Durch den Klimawandel können sich vor allem allergene Pflanzen fast ungehindert ausbreiten. Das „Beifussblättrige Traubenkraut“, Ambrosia artemisiifolia, zum Beispiel ist ein Unkraut, das bei vielen Menschen ungewöhnlich starke, allergischen Reaktionen hervorrufen kann. Aber auch die bessere Isolation von Wohnräumen hat eine Vermehrung von Hausstaubmilben zur Folge. Außerdem wird vermutet, dass die Steigerung der Luftschadstoffe mit einer erhöhten Produktion von allergenen Pollen in Pflanzen einhergeht.

Wie entstehen Allergien?

Da es sich bei einer allergischen Reaktion um eine überschießende Reaktion des körpereigenen Immunsystem handelt, erscheint es logisch, dass Allergie und humorale Abwehr in enger Verbindung miteinander stehen. Durch Stärkung der körpereigenen Widerstandskraft ist es möglich, die Ausprägung von allergischen Reaktionen sehr wirksam zu beeinflussen.

Bei einer Allergie identifiziert das Immunsystem fälschlicherweise eine harmlose Substanz als fremd und löst eine Überreaktion aus. Fast alle Substanzen können Allergene sein. Häufig handelt es sich um Pollen, Staub, Tierhaare, Insektengift, Medikamente oder Chemikalien in Reinigungsmitteln.

Häufig ist eine Neigung zu Allergien vererbt. Neben übermäßiger Hygiene zählt auch die Tatsache, dass man in frühen Kindertagen nur wenige Infekte durchgemacht hat, zu den möglichen Auslösern für allergische Erkrankungen. Umgekehrt beobachtet man bei Kindern, die auf Bauernhöfen aufwachsen, seltener Allergien. Außerdem ist der frühe Kontakt mit anderen Kindern in Kinderkrippen mit einer geringeren Allergieprävalenz in Verbindung zu bringen.

Stress ist, wie überall in unserem Leben, nachteilig. Sowohl ein psychischer, als auch der oxidative Stress, der durch viele Umweltfaktoren ausgelöst wird, sind entscheidende Risikofaktoren für das Auftreten von Allergien.

Pharmakotherapie

Eine Pharmakotherapie des Heuschnupfens erfolgt vor allem symptomatisch. Bei geringen Beschwerden können oral oder nasale H1-Antihistaminika Abhilfe verschaffen. Die schnellste Resorption und beste Bioverfügbarkeit haben jene der dritten Generation (Desloratadin, Fenoxifenadin, u.a.). Sie haben eine Wirkdauer von 24 Stunden und sedieren nicht. Außerdem sind die Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten vernachlässigbar.

Bei stärkerer Symptomatik kommen intranasale Kortikoide zum Einsatz, die wenig systemisch wirksam werden. 

Wenngleich systemische H1-Antihistaminika eine gut wirksame und kostengünstige Variante im Kampf gegen den Heuschnupfen sind, so bergen sie, wie alle anderen synthetischen Arzneimittel auch, eine Reihe von nicht zu unterschätzenden Nebenwirkungen. Einige Arzneien dieser Wirkstoffklasse weisen sedierende Wirkung auf, sind kardiotoxisch und verlängern die QT-Strecken, was zu Herzrhythmusstörungen führen kann.

Der Einsatz von kortisonhältigen Nasensprays oder die orale Einnahme von Kortisonpräparaten schafft zwar häufig schnelle Erleichterung, begünstigt aber das Entstehen von Pilzerkrankungen und bakteriellen Infektionen. Dieses Phänomen ist darauf zurückzuführen, dass Kortison das Immunsystem unterdrückt und auf diesem Weg schwächt. Klar ist aber auch, dass wir uns im Kampf gegen die Pandemie kein geschwächtes Abwehrsystem leisten können.

Natürlichkeit siegt

„Wo keine Wirkung, da keine Nebenwirkung!“ Diese Behauptung stimmt nicht ganz, denn nicht nur verschreibungspflichtige Antihistaminika können allergische Krankheiten bekämpfen. Vor allem die richtigen Nährstoffe sind mild im Nebenwirkungsprofil, jedoch stark im symptomatischen und kausalen Therapieerfolg.

Beim Heuschnupfen, der „Rhinitis allergica“, handelt es sich, wie der Name vermuten lässt, um eine Entzündung (-itis) der Nasenschleimhaut (rhis, Nase). Daher erscheint es als naheliegend, dass die Einnahme von Vitamin A, C, B2, B3 und Zink vorteilig ist. Diese Vitalstoffe sind maßgeblich an der Intakthaltung der Schleimhautbarriere beteiligt.

Da allergische Reaktionen Fehlleitungen des Immunsystems sind, kann die Einnahme von Eisen, Folsäure, Kupfer, Selen, Vitamin A, B12, B6, Vitamin C, D und Zink zu einer raschen Linderung der Symptome führen.

Astragalus membranaceus

Astragalus membranaceus gehört zur Gattung der Schmetterlingsblütler und zählt zu einer der bedeutendsten Pflanzen in der Traditionellen Chinesischen Medizin. Hier kommt sie schon seit Jahrtausenden als Stärkungsmittel zum Einsatz. Astragalus ist ein wahrer Abwehrbooster. Seine Inhaltsstoffe, zu denen Polysaccharide, Triterpensaponine und Isoflavonoide zählen, haben antivirale, antibakterielle und antioxidative Wirkung. Außerdem weist diese Heilpflanze ein besonders günstiges Aminosäureprofil auf und enthält wertvolle Fettsäuren sowie Mineralstoffe. Damit stärkt dieses Pflanzentonikum die Widerstandsfähigkeit des Organismus und ist sowohl bei allergischen Erkrankungen, wie auch vielen anderen Immundefiziten sowie im Kampf gegen die Zellalterung indiziert.

Vitamin C

Vitamin C ist ein orthomolekulares Antihistaminikum, das Mastzellen stabilisiert und so Histaminblutspiegel zu senken vermag. Außerdem zeichnet es sich durch den schnellen Wirkeintritt aus, korrigiert eine ungünstige Abwehrlage und ist praktisch nebenwirkungsfrei.

B-Vitamine

Niacin verlangsamt die Histaminausschüttung und Vitamin B5, die Panthothensäure, reduziert nachweislich allergische Symptome. Für einen optimalen Ablauf des oxidativen Schutzsystems im Körper ist es neben der gezielten Zufuhr von exogenen Antioxidantien besonders wichtig, genügend Vitamin B2, B3 und B6 zuzuführen. Letzterem kommt eine zentrale Rolle im Aminosäurenstoffwechsel zu. Aminosäuren wie Citrullin, Arginin, Taurin sind maßgeblich am Immunstatus des Körpers beteiligt und haben vor allem zellschützende und abwehrregulierende Aufgaben.

Nutriceuticals gehören zur „First Line Therapie“

Leidet man an einer Allergie, so besteht ein erhöhter Bedarf an Vitalstoffen, der nicht allein über die Nahrung gedeckt werden kann. Die richtigen Nährstoffe in ihrer natürlichen Form, sodass sie optimal von unseren Körperzellen verwertet werden können, leisten in der Allergietherapie daher einen unverzichtbaren Beitrag. Ist der Körper optimal mit diesen Vitalstoffen versorgt, lassen die allergischen Reaktionen rasch und nebenwirkungsfrei nach.

Jeder Betroffene weiß, wie unangenehm es unter normalen Umständen ist, auf öffentlichen Plätzen niesen zu müssen. Seit Ausbruch der Pandemie hat sich diese Situation noch um ein Vielfaches verschärft. Die verängstigten und erbosten Blicke der Mitbürger bewegen manche Menschen sogar dazu, sich nicht mehr in die Öffentlichkeit wagen zu wollen. Umso wichtiger ist es jetzt, die Abwehr zu stärken und den Körper bestmöglich auf die Allergiesaison vorzubereiten. Am besten gelingt das mit der regelmäßigen Einnahme möglichst natürlicher Vitalstoffe, die den Körper dabei unterstützen,  erst gar nicht mit einer Fehlreaktion auf ungefährliche Allergene zu reagieren. Im Kampf gegen die Pollen ist Mutter Natur und das Wissen über die Zusammenhänge der Stoffwechselvorgänge in unserem komplexen Organismus Trumpf!

Wang G et al (2006) Effects of Astragalus membranaceus in promoting T-helper cell type 1 polarization and interferon-γ production by up-regulating T-bet expression in patients with asthma. Chin J Integr Med 12:262–267

Gell, P. G. H. (1963). The classification of allergic reactions underlying disease. Clinical aspects of immunology, 317-337.

März, H. (2020). Aminosäuren und deren Bedeutung für die Gesundheit. Zeitschrift für Orthomolekulare Medizin18(03), 17-21.

Muss, C. (2002). Aminosäuren und Vitalstoffe als Immunonutrition bei Erkrankungen aus dem allergischen Formenkreis. Erfahrungsheilkunde51(10), 703-712.

Nohl, H. (1994, January). Generation of superoxide radicals as byproduct of cellular respiration. In Annales de biologie clinique (Vol. 52, No. 3, pp. 199-204).

Marone, G., Columbo, M., De Paulis, A., Cirillo, R., Giugliano, R., & Condorelli, M. (1986). Physiological concentrations of zinc inhibit the release of histamine from human basophils and lung mast cells. Agents and actions18(1), 103-106.

Apo-Kongress Schladming

Ich bin Pharmazeutin, habe mich aber schon in der Jugendzeit den Nährstoffen verschrieben.

Ich leite die Basis-Module der Nährstoffakademie, sowie sämtliche Spezialseminare.

Außerdem habe ich die beiden Lehrgänge „Ernährungsmedizinische Grundlagen der Pharmazie“ und „Ernährungswissenschaftliche Grundlagen“ an der Privatuniversität für Pharmazie und Medizin unterrichtet.

Natürlich beteilige ich mich auch am Fortbildungsangebot der Apothekerkammer und des VAAÖs.

Auch am ApoKongress 2024 in Schladming durfte ich einen spannenden Beitrag leisten.

Letzteres war Thema der österlichen Samstagsaugabe KRONE Gesund (siehe Abbildung).

Berberitze für die Blutzuckerkontrolle

Metformin ist ein Arzneistoff aus einst pflanzlichem Ursprung, der seit langer Zeit in der Therapie von Diabetes Mellitus Typ 2 etabliert ist. Er ist das am längsten verwendete und bestuntersuchte orale Antidiabetikum.

Berberin, das aus der Berberitze gewonnen wird, zeigt ähnliche Effekte auf den blutzuckerspiegel und wirkt zusätzlich entzündungshemmend, antiseptisch und antioxidativ. Das wertvolle Wirkspektrum scheint sich über das Darmmikrobiom zu entfalten.

Mehrfach wurde in Studien die Wirkung von Metformin und Berberin im Zusammenhang mit Gewichtskontrolle, Nahrungsmittelaufnahme, Blutzuckerspiegel und dem metabolischen Syndrom untersucht. Es wurde festgestellt, dass Berberin und Metformin, beide über die positive Beeinflussung der Darmbakterien zur Reduktion von Blutzuckerspiegel, Übergewicht und Entzündungsreaktionen führen können.

Hier sollte herausgestrichen werden, dass Metformin zwar ursprünglich aus natürlicher Quelle gewonnen wurde, mittlerweile aber ein rein synthetisch hergestellter Arzneistoff ist, der neben seinem wertvollen Beitrag in der Diabetestherapie, wie alle medizinisch genutzten, chemischen Wirkstoffe auch Nebenwirkungen mit sich bringt. Berberin hingegen ist ein Pflanzenstoff, der aus rein natürlicher Quelle gewonnen wird. Die vergleichbaren Effekte auf den Blutzucker und die Gewichtsreduktion sind unter diesem Aspekt betrachtet als besonders bemerkenswert einzustufen.

Vor allem in der Kombination mit anderen Blutzuckerstabilisierenden Mineralstoffen wie Chrom und Zink, bietet Berberin eine potente Arznei, die uns Mutter Natur geschenkt hat und von uns genutzt werden sollte.  

Nährstoffe für die Seele

Experten gehen davon aus, dass mehr als 50% der Erkrankungen ernährungsassoziiert sind.

Ich persönlich gehe noch einen Schritt weiter und behaupte, dass ein Großteil der körperlich manifestierten Beschwerden durch ein Ungleichgewicht in der Nährstoffzufuhr ausgelöst werden.

Für unser Denken, Fühlen und unsere Reaktionen sind Botenstoffe und Neurotransmitter verantwortlich, deren Funktion maßgeblich von Vitaminen und Spurenelementen gesteuert wird.

Unser Gehirn besteht zu 60% aus Fett. Durch eine ausreichende Zufuhr an Omega 3 Fettsäuren wird nicht nur die Gehirnleistung verbessert, sondern auch nachweislich die Stimmung, der Schlaf, die Hautgesundheit und die Regenerationsfähigkeit verbessert. Neben guten Fetten benötigen wir auch jede Menge Antioxidantien, welche die hochungesättigten Fettsäuren vor der Oxidation schützen.

Ich empfehle mindestens 2000mg DHA/EPA täglich, begleitet von einem gut abgestimmten Antioxidatien-Mix.

Emotionaler Stress konnte in Studien auch mit einem hohen Zuckerkonsum in Verbindung gebracht werden, wodurch ich dringend zu einer zuckerarmen Ernährungsweise rate, die reich an grünem Gemüse ist.

Für genügend Energie und um eine leicht depressive Stimmungslage zu verbessern kommt eine Supplementation von Magnesium (2x 150mg) und einem B-Komplex in Frage, die aus Erfahrung in der Praxis meist Wunder wirkt.

Da Eisen am Sauerstofftransport, sowie an der Energie- und Neurotransmitterproduktion beteiligt ist, sollte auf eine ausreichende Zufuhr an Eisen geachtet werden. Eisen aus tierischen Lebensmitteln werden dabei leichter vom Körper aufgenommen. Greift man zu einem Nahrungsergänzungsmittel so empfehle ich die Kombination mit B-Vitaminen, Kupfer, Zink und Vitamin C.

Vitamin D in Kombination mit Vitamin K2 kann einen entscheidenden Einfluss auf die Psyche und letztlich auf die körperliche Verfassung vor allem in den Wintermonaten haben.

Last but not least: die Wunderwaffe 5-HTP ! Die Aminosäure 5-Hydroxytryptophan ist der Ausgangsstoff für Serotonin, dem Glückshormon und ist somit nicht nur für unsere Seele gut, sondern sie sorgt auch für einen erholsamen Schlaf.

Denkt immer daran: „Ein gesunder Geist kann am besten in einem gesunden Körper Leben“ (Juvenal; „Mens sana in corpore sano!“